Architektenlunch | 02. August 2012 | Winking Froh Architekten

Die Architekten-Gäste im August sind Winking Froh Architekten.

Zu unserer LunchLecture im August begrüßen wir Herrn Prof. Bernhard Winking von Winking Froh Architekten. Seine Arbeiten haben an der Elbe über einen Zeitraum von beinahe 50 Jahren einen sehr prägnanten Eindruck hinterlassen, und zwar bei weitem nicht nur durch die Verwendung von Ziegelstein. Zahlreiche Wohn- und Geschäftshäuser, Stadterneuerungsprojekte, Passagen und Plätze tragen seine Handschrift, aber auch wenn der Schwerpunkt seines Schaffens zweifellos in Hamburg liegt, sind seine Arbeiten nicht auf die Hansestadt beschränkt.
 

Prof. Bernhard Winking ist 1934 in Osnabrück geboren, machte zunächst eine Ausbildung zum Maurer, später eine weitere zum Ingenieur, bevor er sich schließlich an der HfBK einschrieb und bei Hebebrand und Godber Nissen Architektur studierte. Noch im Jahr seines Diploms 1965 eröffnete er zusammen mit Dieter Patschan sein eigenes Architektenbüro.

Seit 1978 hat er eine Lehrtätigkeit als Professor an der HfBK.

So ist er in Berlin verantwortlich für das Palais am Pariser Platz, das mit seinem Turm die ursprüngliche historische Situation wieder aufgreift. In Prag stammt das Gebäude der Bayerischen Hypothekenbank von ihm, im chinesischen Ningbo Book City ein Mega-Bookstore mit Restaurants, Büros und Hotel auf dem Areal einer ehemaligen Reismehlfabrik.Dort befindet sich mit 300.000 Büchern, CDs und DVDs sowie 800.000 E-Books die größte Bücherei im Osten Chinas. Noch bemerkenswerter ist allerdings der Umstand, dass es dem Büro Winking Froh gelungen ist, seine Auftraggeber zu überzeugen, den Industriecharakter zu erhalten und zum Beispiel die alten Silos nicht abzureißen, sondern in den Komplex einzubinden.
Das Ergebnis von Winkings Wirken ist heute in zahlreichen Städten zu sehen, von Prag bis St. Petersburg, von Chemnitz bis China. Neben Hamburg und dem chinesischen Hangzhou unterhält er inzwischen auch ein Büro in Berlin, das von seinem Partner Martin Froh geleitet wird. In gewisser Hinsicht wiederholt sich bei ihm die Geschichte: So wie Winking bei Godber Nissen sein Diplom machte, um anschließend mit ihm zu arbeiten, machte Froh sein Diplom bei Winking und wurde später Mitarbeiter in seinem Büro, in dem er seit 1996 Partner ist. Wie er sind viele Mitarbeiter ehemalige Studenten von Professor Winking. Auf diese Weise bleibt das Büro gewissermaßen in der Familie.