Architektenkinder by JAS | 04. Dezember 2010
Workshop mit JAS Jugend Architektur Stadt e.V. und dem AIT-Architektursalon am 04. Dezember 2010, 10 - 16.30 Uhrfür Kinder von 10 - 15 Jahre
Farbgeschichten
In den Farbgeschichten-Workshops die im Dezember 2010 in der Veranstaltungsreihe „Architektenkinder JAS e.V. zu Gast in den AIT Architektursalons“ stattfanden wurde intensiv mit Licht und Farbe experimentiert. Insgesamt 21 Kinder und Jugendliche lernten den Farbkreis kennen und untersuchten die Wirkung unterschiedlicher Farben und Lichtverhältnisse in Räumen.
Ausgehend von diesen Experimenten entwickelten sie, unter Anleitung von Experten der Baukulturvermittlung, in Modellen Farbräume zu verschiedenen Szenen einer Geschichte. So enstand ein gemeinsames, dreidimensionales Storyboard – wie im Film oder im Theater.
Zitat einer Mutter: „Trotz vorweihnachtlicher Betriebsamkeit möchte ich es nicht versäumen, Ihnen noch ein dickes Dankeschön auszusprechen für das so zauberhafte, von Ihnen organisierte Kinder-Workshop! Meine Tochter Elena zelebriert seit dem allabendlich vor dem Bettgehen die Blumenwirbel - Abschlussszene von Momo - und wir träumen mit... Vielen Dank nochmal fürs Initiieren solch wertvoller Impulse!“
Farben erzeugen bestimmte Stimmungen. Zum Einstieg in die Workshops bastelten die Kinder und Jugendlichen Farbbrillen und machten sich auf den Weg, diese Stimmungen einzufangen. Sie erforschten, wie blaue, rote, schwarze, rosa oder grüne Brillen ihren Eindruck vom AIT Salon und, wie in München, die verschneite Umgebung veränderten. Die Kinder sahen die Welt in anderen Farben und somit mit anderen Augen.
Danach ließen sie sich auf diese Weise vorbereitet auf die Atmosphären der ihnen vorgelesenen ausgewählten Szenen aus Michael Endes “Momo” ein.
Die Kinder sammelten jeweils Begriffe zu den Atmosphären, die in den unterschiedlichen Szenen beschrieben wurden – von dunkel und unheimlich über geheimnisvoll und zwielichtig bis hin zu zauberhaft, hell und majestätisch wurde die Bandbreite der Stimmungen deutlich.
Auf spielerische Weise wurden Fragen behandelt wie: “Was sind Grundfarben”?, “Was sind Kontrastfarben”? Sind Weiß, Schwarz und Grau auch Farben”?, “Wie kann man Farben erklären?”
Nachmittags ging es ans Bauen. Die Kinder wählten jeweils ihre Lieblingszene aus, formulierten ihre eigenen Vorstellungen von dieser und bauten zu zweit oder zu dritt ein Lichtmodell davon. Zum Abschluss stellten die jungen Gestalter ihre Szenenmodelle dem AIT Publikum, Familien und Freunden vor.
Die Niemalsgasse...
... hatte es Madlin und Miriam, angetan. Sie bauten ein Gässchen mit Vor- und Rücksprüngen und bunt beleuchteten Fenstern und dem grün leuchtenden Tor des Hauses von Meister Hora. Nach einem Test mit pinker oder gelber Beleuchtung der Szenerie entshcieden sich die beiden
für das warme gelbe Licht, das die ganze Gasse in ein sanftes abendliches Licht tauchte.
Momo kommt dahin, wo die Zeit herkommt.
Der ruhige schwarze Teich, de Lichtsäule und das Auftauchen der wunderschönen Stundenblumen war die Lieblingsszene von Ava und Pauline. Mittelpunkt ihres durch eine Kuppel aus gelbem Transparentpapier beleuchteten Modells wurde die von unten beleuchtete Stundenblume aus Transparentpapier.
Momo bei den grauen Herren
Carl, Jian und David bauten den Konferenzsaal der grauen Herren. Der endlose Konferenztisch wurde mithilfe einer Spiegelfolie an der Rückwand verlängert. Das Licht sollte eisig und gruselig sein. Mithilfe von blauer und schwarzer Folie wurde das Modell in kaltes Licht getaucht. Die glimmenden Zigarren der grauen Herren am Konferenztisch wurden mit einer kleinen Lichtquelle unter dem Tisch dargestellt.
Der Blumensturm
Malwine wollte den Blumensturm bauen und hängte viele kleine zarten Blumen aus Transparentpapier in ihr Modell. Auf dem Boden etnstand eine Dachlandschaft, über die die kleine Momo inmitten des Blumensturms eimflog. Durch Öffnungen im Modell fiel Licht in verschiedenen Farben auf den Blumensturm, und das ganze Modell wurde schließlich in ein sanftes rosa Licht getaucht.
Zur Präsentation lasen die Kinder ihren Eltern die ausgewählten Szenen vor, während die Modellfotos im mittlerweile abendlich dunklen AIT Salon auf eine Leinwand projiziert wurden. Die großen leuchtenden Bilder und die dazu vorgelesenen Szenen waren für alles faszinierend, da man nicht mehr sehen konnte, dass der Ursprung dieser atmosphärischen Bilder schuhkartongroße Modelle waren.


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" Interior Scholarship"- das AIT-Stipendium der Sto-Stiftung

